Hallo aus Bergisch Gladbach

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Schildbuerger
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Hallo aus Bergisch Gladbach

Beitrag von Schildbuerger »

ich möchte mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Helmut. Ich wohne in Bergisch Gladbach / Schildgen, DL. ;)
Mit dem Ende von Windows 7 installierte ich Linux Mint Cinnamon auf meinem Notebook.
Denn Windows 10 hatte ich auf meinem Firmen PC "kennen" gelernt - nee das wollte ich mir nicht antun.
Mittlerweile sind fast alle Familienmitglieder nach Linux migriert worden.

Was mich bei Linux verwirrt sind die verschiedenen Distributionen und die vielen Konfigurationsmöglichkeiten.
Da möchte ich ein wenig Klarheit bekommen.

Das Thema Netzwerktechnik war für mich neu und so habe ich angefangen einen kleinen Leitfaden dazu zu schreiben.
Der Downloadlink ist in meiner Signatur.
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robertgoedl
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Re: Hallo aus Bergisch Gladbach

Beitrag von robertgoedl »

Hallo Helmut

Ich begrüße Dich auf der Linux Bibel und danke für Deinen ersten Beitrag.
Windows lässt sich mit einem U-Boot vergleichen - mach ein Fenster auf und die Probleme beginnen ...
rockyracoon
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Re: Hallo aus Bergisch Gladbach

Beitrag von rockyracoon »

@Schildbuerger:
Was mich bei Linux verwirrt sind die verschiedenen Distributionen und die vielen Konfigurationsmöglichkeiten.
Da möchte ich ein wenig Klarheit bekommen.
Das kann ich gut verstehen. Siehe auch: https://distrowatch.com/ :shock:
Mir ging es vor ca. 10 Jahren bei meinem vollständigen Umstieg auf Linux genau so.
Daher ein paar Ordnungshinweise, welche aber nur meine ganz persönliche und laienhafte Sicht widerspiegeln.

(1) Distributionen - Ich sehe folgenden Hauptstränge:


- Arch-Linux. Nur für Profis. Es gibt aber benutzerfreundliche Epigonen davon: Zum Beispiel Manjaro. Robert Gödl hat dazu ein gutes Buch geschieben ( app.php/manjaro---das-buch ). Der Vorteil liegt in der Aktualität der Programme. Dabei sind aber Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, damit man sich nicht sein System zerschießt.

- Open-Suse beruht auf dem Paketmanager RPM, welcher darauf achtet, dass die Programme gut miteinander funktionieren. Mehr kann ich zu Suse nicht sagen, weil ich es nie ausprobiert habe.

- Von Red Hat gibt es mehrere kostenlose Ableger, welche ebenfalls den Paketmanager RPM verwenden. Die bekannteste Distribution davon ist Fedora. Stets topaktuell, aber sehr kurzlebig und gelegentlich instabil.

- Debian und seine sehr vielen Ableger von denen ich nur Ubuntu, Mint oder MX-Linux erwähnen will. Ich benutze und empfehle wärmstens Debian-Stable, über das hier im Forum auch viel Nützliches geschrieben wurde - viewtopic.php?t=476&hilit=debian oder viewtopic.php?p=1302#p1302 oder viewtopic.php?p=458#p458 . Andere schwören auf die erwähnten Epigonen. Hier gehen die Meinungen oft heftig auseinander und viele Nutzer empfehlen die Ableger von Debian, da sie bereits gut vorkonfiguriert seien. Da man sich Debian aber nach kurzer Einarbeitungszeit ohne unnötige andere Repositories (Paketquellen) nutzen zu müssen ebenso benutzerfreundlich gestalten kann, empfehle ich gleich Debian zu verwenden. Debian besitzt einen zuverlässigen und stabilen Paketmanager, welcher über ein Terminal oder die exzellente graphische Oberfläche "Synaptic" bequem verwaltet werden kann.

(2) Oberflächen - Das ist auch so ein für Anfänger verwirrendes Thema - viele Neulinge verwechseln zudem die Oberfläche mit der Distribution:

- Es gibt extrem spartanische Oberflächen, welche ich für den produktiven Gebrauch nicht empfehlen kann und diese daher erst gar nicht aufzähle. Diese Minimaloberflächen eignen sich bei extrem schwacher Hardware.

- Die Platzhirsche sind KDE (sehr schöne und vielseitig gestaltbare Oberfläche mit vielen sehr guten Standardprogrammen) und Gnome3 (für Minimalisten, welche aber ein modernes System und ebenfalls sehr gute Standardprogramme wollen). Nebenbei gesagt verwende ich Gnome3.

- Sehr beliebt sind die Oberflächen XFCE und Mate, da sie an das "alte" Gnome2 erinnern. Beide Oberflächen sich gut ausgereift, etwas sparsamer im Ressourcenverbbrauch als Gnome3 oder KDE und benutzerfreundlich.

- Als ressourcenschonende Oberfläche empfiehlt sich auch LXQT, was aber im Vergleich zu KDE, Gnome3, XFCE oder Mate nicht mehr ganz so bequem und umfangreich in seiner Konfigurierbarkeit ist.

So auf die Schnelle und "aus dem Bauch heraus" fällt mir zu den Distributionen und Oberflächen nichts mehr ein.
Zu diesem Thema könnte man kilometerweite Threads schreiben, welche aber auch nicht selten in Flames ausarten können.
Deine Wahl kann man Dir nicht abnehmen. Bei Linux gilt: "Wer die Wahl hat, hat die Qual".
Ich glaube nicht, dass man sich durch das Lesen vieler Informationen gezielt für ein Linux-System entscheiden kann.
Auch wenn mir hier Viele widersprechen werden: Ein gewisses "Distro-Hopping", das heißt Ausprobieren und "Learnin By Doing" scheint mir für Neueinsteiger unumgänglich zu sein, um ausreichende Erfahrungen zum Umsetzen der eigenen Bedürfnisse zu sammeln. Ratschläge wie "verwende diese oder diese Distribution" sind imho kontraproduktiv, da die Geschmäcker und Wünsche eben verschieden sind.
LinuxBiber
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Re: Hallo aus Bergisch Gladbach

Beitrag von LinuxBiber »

Schildbuerger hat geschrieben: So 21. Nov 2021, 13:06 ich möchte mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Helmut. Ich wohne in Bergisch Gladbach / Schildgen, DL. ;)
Mit dem Ende von Windows 7 installierte ich Linux Mint Cinnamon auf meinem Notebook.
Denn Windows 10 hatte ich auf meinem Firmen PC "kennen" gelernt - nee das wollte ich mir nicht antun.
Mittlerweile sind fast alle Familienmitglieder nach Linux migriert worden.
Herzlich willkommen!
Da gleichen sich unsere Biografien - WINDOWS 8 hat mich überzeugt umzusteigen.
Und Linux Mint mit Cinamon hat mir den Umstieg leicht gemacht und mich zur Linux-Bibel geführt, und von da zu Debian mit KDE-Plasma.
Also haben wir WINDOWS doch was zu verdanken :lol:
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