BunsenLabs - Debian schlank und schnell - Einfach Linux

Verschiedene Linux-Distributionen und deren Eigenschaften, Installation, Einführung
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robertgoedl
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BunsenLabs - Debian schlank und schnell - Einfach Linux

Beitrag von robertgoedl »

Anders als inzwischen viele anderen Linux-Distributionen wie etwa Ubuntu, Linux Mint, Fedora und so weiter bleibt Debian seiner Linie treu und bietet auch Images für 32 Bit-Rechner an. Doch auch solche Hardware kommt langsam in die Jahre und kommt oft mit heutigen Desktop-Umgebungen nicht mehr klar. Hier könnte ein schlanker Desktop wie etwa Openbox aushelfen - doch diesen passend einzurichten ist auch nicht jedermanns Ding. Und genau hier springt die Linux-Distribution BunsenLabs ein - sie bietet 32 und 64 Bit-Images mit einem einfach zu nutzenden und vorkonfigurierten Openbox-Desktop daher.

Bunsenlabs testen und installieren

Sie finden dieses System unter BunsenLabs zum Download. Das heruntergeladene Image brennen Sie bootfähig auf eine DVD oder kopieren dieses noch besser bootfähig etwa mit der Software Etcher unter allen Betriebssystemen auf einen USB-Stick und starten den Rechner davon:
bunsenlabs.jpg
Sie navigieren mit den Pfeiltasten durch das Menü und bestätigen mit Eingabe, in der Regel werden Sie mit dem obersten Eintrag keine Probleme haben - der zweite sollte bei Problemen helfen.
bunsenlabs-1.jpg
Das System startet dank Openbox selbst als Live-System in wenigen Sekunden in den Desktop. Sie finden in der Leiste unten links das Anwendungsmenü, dieses öffnet sich auch per Rechtsklick auf eine freie Stelle am Desktop. Rechts am Desktop finden Sie per Conky einige Systeminformationen und Tastenkombinationen vermittelt.
bunsenlabs-2.jpg
Nicht nur das System selbst ist sehr schlank gehalten, auch die installierte Software - die fettesten Anwendungen sind wohl Firefox und LibreOffice.

Man muss nicht sonderlich viel sagen, einfach zu nutzen, alles nötige findet sich im Anwendungsmenü - selbst wichtige Verzeichnisse. Über den Conky-Manager zaubern Sie weitere Informationen auf den Desktop:
bunsenlabs-3.jpg
Dieser findet sich im Menü unter "Preferences → Conky". Man darf sich von Fluxbox natürlich nicht all zu viel erwarten, aber was die Entwickler hier geschaffen haben ist alles andere als schlecht. Alle möglichen Einstellungen sind über das Menü zu finden.

Um BunsenLabs zu installieren, starten Sie das System mittels "Exit" im Menü neu und wählen im Bootmenü den Eintrag "Install":
bunsenlabs-4.jpg
Sie wählen die Sprache "German" und klicken auf "Continue":
bunsenlabs-5.jpg
Schon liegt der Installer in Deutsch vor, wählen Sie Ihren Standort und klicken auf "Weiter":
bunsenlabs-6.jpg
Weiter geht es mit dem Tastaturlayout:
bunsenlabs-7.jpg
Nun folgt wie unter Debian üblich die Erkennung der Hardware, anschließend vergeben Sie den Namen des Rechners und wenn gewünscht einen Domainnamen für das Netzwerk:
bunsenlabs-8.jpg
Anschließend legen Sie den ersten Benutzer an, dieser wird mit dem Befehl sudo am Terminal auch zum Administrator.
bunsenlabs-9.jpg
Nun folgt wie unter Debian üblich die Partitionierung der Festplatte, hierzu finden Sie unter Für Linux nötige Partitionen weitere Tipps.
bunsenlabs-10.jpg
Die Installation selbst dauert dank des schlanken Systems keine fünf Minuten, anschließend noch die obligatorische Nachfrage für den Bootloader :
bunsenlabs-11.jpg
Zuletzt folgt der Neustart in das installierte System:
bunsenlabs-12.jpg
Sie melden sich mit Ihrem Passwort an, beim ersten Start bietet das System an eine komplette Aktualisierung durchzuführen:
bunsenlabs-13.jpg
Bestätigen Sie mit Eingabe und geben Ihr Passwort ein. Die meisten Nachfragen bestätigen Sie mit "y", eine einzige Frage beantworten Sie mit:

Code: Alles auswählen

I understand
Weiter bietet das System einige zusätzliche Software an, Sie beantworten dementsprechend mit "y" oder "n", auch wird angeboten, die Debian Backports sowie die BunsenLabs Backports einzubinden.

BunsenLabs nutzen

Besonders für Einsteiger bietet das System im Menü unter "System → Install selected Packages" empfohlene Software zur Installation an, für die weitere Verwaltung der Software nutzen Sie Synaptic oder eben die Paket-Verwaltung am Terminal:
bunsenlabs-15.jpg
Wichtige Einstellungen finden sich im Menü unter den Kategorien System und Preferences:
bunsenlabs-16.jpg
Das Menü ist leider nicht in Deutsch, die Anwendungen natürlich schon:
bunsenlabs-17.jpg
Wobei es für Firefox und LibreOffice natürlich die entsprechenden Pakete zu installieren gilt - über Synaptic oder APT:

Code: Alles auswählen

firefox-esr-l10n-de libreoffice-l10n-de
Die Aktualisierung auf eine neue Version gelingt wie unter Debian, siehe auch Debian Upgrade - allerdings sollte man auf die Release-Ankündigung von BunsenLabs warten.
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