Daniel aus Saland

Eine kleine Vorstellung wie Linux bei Dir oder bei Euch eingesetzt wird, gerne können sich auch Firmen und Organisationen melden - dies sollte die Firma oder die Organisation dann natürlich auch genehmigen
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robertgoedl
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Daniel aus Saland

Beitrag von robertgoedl »

Folgender Beitrag wurde von Daniel aus der Schweiz per E-Mail gesendet:
So nutze ich Linux

Privat nutze ich ausschließlich Linux. Im Haupterwerb (Teilzeitangestellter) muss ich Windows
verwenden und in meinem Nebenerwerb nutze ich mehrheitlich Linux.

Nutzung im privaten Büro

Software (unvollständig)
  • Ubuntu 20.04 Desktop
  • Ubuntu 18.04 / 20.04 Server
  • Firefox (seit es kein Netscape mehr gibt)
  • Vivaldi (seit ein paar Wochen begeistert)
  • Thunderbird (bisher versagt jeder andere Linux E-Mail-Client bei mindestens einem Killerkriterium)
  • Typora (damit wurde auch dieser Aufsatz geschrieben)
  • LibreOffice
  • GnuCash
  • Recoll (Desktopsuchmaschine)
  • GIMP
  • Visual Studio Code (nicht alles von M$ ist elend)
  • Gnome Sudoku (für die kleine Abwechslung zwischendurch)
Hardware (unvollständig)
  • ASUS TUF A17, Ryzen 7, 32GB, 512GB SSD (mein mobiles Arbeitstier)
  • SnapScan ix100
  • Shuttle XPC, i5, 16GB, 2x Dell 24" (mein stationäres Arbeitstier)
  • Brother ADS2100
Workflows (unvollständig)
  • Meine Dokumente organisiere ich bewusst ohne DMS, weil ich das Zeugs auch dann wieder finden will, wenn irgendwann nur noch eine DVD Scheibe vorhanden ist. Zu dem Zweck habe ich mir eine hierarchische Ordnerstruktur angelegt, welche die Dokumentklassen abbildet (Rechnungen, Bankbelege, Verträge, Haus, Versicherungen u.s.w.). Diese Ordner haben, wo sinnvoll Unterverzeichnisse (2019, 2020, 2021...).
  • Für die Dokumentsuche verwende ich Recoll . Dieser Suchmaschine entgeht nichts!
  • Thunderbird ist mit der Option "MAILDIR" installiert. Ausserdem arbeite ich intensiv mit "Archiven" in "Lokale Ordner". Alle Konten und "Lokale Ordner" befinden sich statt im Thunderbird-Profil in meinem "home/". MailDir wird sehr gut von Recoll unterstützt, womit die Suche ziemlich umfassen ist.
  • Damit sich der Aufwand für das Befüllen der Dokument-Ordner in Grenzen hält, habe ich mir eine kleine Anwendung für das Scanning / Dokumentvalidierung geschrieben: Dokument Stapel werden gescannt und als Bilddaten (pro Seite) in einem tmp-Verzeichnis gespeichert (halbautomatisch als SANE Job). Danach werden aus dem Bild-Stapel die Dokumente zusammengesetzt und als durchsuchbare PDFs direkt in den Zielordner abgelegt. Die APP verwendet Tesseract 4 womit ich richtig gute Ergebnisse erziele. Die App kann die Seiten anordnen, die Zielordner sind konfigurier-/erweiterbar und man kann direkt (ohne Scanning) Bilddaten importieren.
DocMan.png
  • Manchmal kriegt man z. B. per E-Mail PDFs, welche noch kein gescheites OCR erfahren haben. Dafür habe ich ein kleines Script in Nautilus hinterlegt, welchem ich per Rechtsklick das betreffende PDF übergebe. Das Script ruft dann "OCRmyPDF" für diese Datei auf > alles ist gut.
script.png
  • Weil sich bei mir Privates und Berufliches vermischt, verwende ich auch privat DokuWiki als Wiki/Info-Managementsystem. Aktuell sind knapp 1600 Seiten Dokumentationen und Anleitungen darin abgelegt.
  • Weil ich auf mehren Geräten arbeite, bin ich auf eine komfortable Synchronisation angewiesen. Das funktioniert robust mittels Nextcloud. Auf meinem Nextcloud-Server bin ich neben meinen Kunden einfach ein weiterer Mandant.
  • Weil ich Nextcloud-Server für Kunden betreibe, laufen auch zwei Backup-Server. Somit ist das tägliche private Backup auch schon erledigt.
  • Wie man weiter oben erkennen kann, kommt bei mir ab und zu ein Stück Software heraus. Ich bevorzuge zunehmend leichte Kost. Deshalb schreibe ich fast nur noch für Node.js. Meine bevorzugte IDE ist Visual Studio Code
Windows lässt sich mit einem U-Boot vergleichen - mach ein Fenster auf und die Probleme beginnen ...