Mythos Debian Stable am Wanken?

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Kalli
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Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von Kalli »

Eine weitere Kritik an der Update-Politik von Debian: https://curius.de/2021/12/debian-verzoe ... sierungen/
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robertgoedl
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Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von robertgoedl »

Ich würde vor allem sagen - zumindest zu diesem Thema - der X-Server ist eine spezielle Geschichte - läuft dieser nicht, hat sich auch der Desktop erledigt. GNOME und Wayland funktioniert, KDE und Wayland sind ein eigenes Thema - soso. Alle anderen Desktop-Umgebungen sind meines Wissens nach mit Wayland noch überhaupt nicht vertraut.

Es gilt also schon abzuwägen und zu prüfen - dies dauert gerade unter Debian. Der Schweregrad der Lücken scheint sich auch in Grenzen zu halten, also keine Angst wie bei dem ehemaligen "sudo"-Gemurkse oder dem aktuellen Log4j ;)
Windows lässt sich mit einem U-Boot vergleichen - mach ein Fenster auf und die Probleme beginnen ...
Kalli
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Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von Kalli »

Nachtrag:
Der von mir verlinkte Blog-Artikel ist übrigens Teil einer Serie: https://curius.de/?post_series=debian-und-sicherheit
Topspin
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Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von Topspin »

Ich nutze Debian Stable nun schon eine Weile und bin sehr zufrieden damit. Immer zuverlässig, stabil, wie man es eben kennt.
Aber ich habe auch den Blog verfolgt und man kommt dann schon etwas ins Grübeln. Ich hatte nie ein Problem, dass bei Debian die
Software gut abgehangen ist und habe mich weitgehen darauf verlassen, dass sie dort, soweit es immer möglich ist, Sicherheitspatches
auch dafür bereitstellen.
Eine 100% ige Sicherheit gibt es natürlich nie, aber wenn dann bekannte Lücken offen bleiben, werde ich dann schon etwas misstrauisch.
Allerdings kann ich auch nicht abschätzen, wie das bei anderen Distributionen aussieht.
Kalli
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Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von Kalli »

Allerdings kann ich auch nicht abschätzen, wie das bei anderen Distributionen aussieht.
Mein Eindruck: Andere Distributionen sind auch nicht perfekt.
Für mich ist nur wichtig, halbwegs auf dem Laufenden zu bleiben und dabei verschiedene Perspektiven zu den diversen Sachverhalten gegenüber zu stellen, wobei sich das ein oder andere Phänomen schnell relativiert. Als informierter Debian-Stable-Nutzer bspw. weiß man nun um die Firefox-ESR- und Chromium-Problematik und kann entsprechend handeln. Was mich betrifft, so nutze ich Stable nur kurze Zeit nach dem Freeze, um dann wieder auf Testing zu wechseln. Testing ist auch nicht perfekt, aber ich fahre bisher gut damit. Die Updates dauern hier bspw. im Gegensatz zu OpenSuse Tumbleweed oder Fedora Sivlerblue 35 nur 2-3 Minuten und ein Neustart ist nur sehr selten nötig. Verzögerungen bei Sicherheitsupdates kommen in den besten Distributionen vor, was für mich zum Glück bisher zu keinem Problem ausgeartet ist. Wenn man letztlich die Distribution wählt, die einem am besten gefällt und mit der man sich dann am besten auskennt, ist man schon fast auf der sicheren Seite. Und irgendetwas ist ja immer.
beluga

Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von beluga »

Kalli hat geschrieben: Mi 12. Jan 2022, 22:57
Allerdings kann ich auch nicht abschätzen, wie das bei anderen Distributionen aussieht.
Mein Eindruck: Andere Distributionen sind auch nicht perfekt.
Für mich ist nur wichtig, halbwegs auf dem Laufenden zu bleiben und dabei verschiedene Perspektiven zu den diversen Sachverhalten gegenüber zu stellen, wobei sich das ein oder andere Phänomen schnell relativiert. Als informierter Debian-Stable-Nutzer bspw. weiß man nun um die Firefox-ESR- und Chromium-Problematik und kann entsprechend handeln. Was mich betrifft, so nutze ich Stable nur kurze Zeit nach dem Freeze, um dann wieder auf Testing zu wechseln. Testing ist auch nicht perfekt, aber ich fahre bisher gut damit. Die Updates dauern hier bspw. im Gegensatz zu OpenSuse Tumbleweed oder Fedora Sivlerblue 35 nur 2-3 Minuten und ein Neustart ist nur sehr selten nötig. Verzögerungen bei Sicherheitsupdates kommen in den besten Distributionen vor, was für mich zum Glück bisher zu keinem Problem ausgeartet ist. Wenn man letztlich die Distribution wählt, die einem am besten gefällt und mit der man sich dann am besten auskennt, ist man schon fast auf der sicheren Seite. Und irgendetwas ist ja immer.
Das sehe ich genauso. Im Übrigen kann man getrost bei Debian Stable bleiben. An aktuellere Software z. B. LibreOffice gelangt man ja auch per Aktivierung von Backports oder über den Weg von Pinning, sofern man diese mit Bedacht einsetzt.
Die Erregung der Gemüter bzgl. Firefox ESR kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ist es doch ein leichtes selbst für Einsteiger direkt von Mozilla die aktuelle Version zu beziehen - wie hier schon mehrfach beschrieben - und die ESR-Version zu entfernen.

Denke ich an die Update-Politik von Windows - einmal im Monat Löcher stopfen... Da muss es schon eine ganz außergewöhnlich krasse Sicherheitslücke sein, dass dafür ein Patch vorab zum Download angeboten wird. Vorausgesetzt natürlich, diese wurde überhaupt entdeckt und - publik gemacht...
Für alle weiteren Anwendungen z. B. auch Firefox, Chromium usw. überlässt es Windows von Haus aus dem User, hier bzgl. regelmäßiger Updates tätig zu werden und schert sich herzlich wenig darum.

Also dann lieber wieder zurück zu Linux und die Augen und Ohren etwas offen halten.
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bluestar
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Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von bluestar »

Ach die Debian Stable Nutzer sind einfach zu verwöhnt ... :lol: :mrgreen:
Es geht auch "aufregender": https://www.heise.de/news/Sicherheitsup ... 25265.html
:mrgreen:
beluga

Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von beluga »

Gerade wird das nächste Update für Firefox-ESR ausgerollt --> 91.5.0
Geht doch...
Debian wird doch nicht plötzlich übereifrig :lol:
Janko Weber
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Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von Janko Weber »

beluga hat geschrieben: Do 13. Jan 2022, 21:50 Gerade wird das nächste Update für Firefox-ESR ausgerollt --> 91.5.0
Geht doch...
Debian wird doch nicht plötzlich übereifrig :lol:
Ein paar Monate später ist möglicherweise auch Dir aufgefallen
daß das was bei Firefox bzw. Mozilla passiert einfach nur noch
als "krank" bezeichnet werden kann. Da gibt es alle paar Tage
ein neues Final-Release; was dann anders bzw. besser sein soll
wissen die Entwickler vermutlich selbst nicht.

Das Debian neue Versionen ausgiebig testen muß sollte klar sein.
Aber für welches Release sollte man sich entscheiden?

Im Repo von meiner Linux-Distribution findet sich im übrigen
als letzte Version Firefox 68.0

Da aber auch ich Bock auf aktuellere Versionen dieses
Internet-Browser habe benutze ich gerade Firefox 106.0
auf Ebene des "unprivilegierten Benutzer". Ich könnte aber
auch schon auf 107 Beta3 wechseln.

Wer legt fest daß ich ausschließlich Software aus dem Repo
verwenden darf? Na?

Empfehlen würde ich für Debian im Moment keine neueren
Versionen als 98.0: aber das nur als Rand-Bemerkung.

Um Kritikern meiner Person und Dumm-Quatschern
noch eine rein zu würgen:
Ich benutze ein 32 bit Betriebs-System!
...und kann die aktuellsten Firefox-Versionen benutzen
und damit im Internet surfen.
Der von mir im Moment verwendete Rechner hat
im übrigen 2GB RAM.


MfG Janko Weber
zebolon
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Re: Mythos Debian Stable am Wanken?

Beitrag von zebolon »

Janko Weber hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 01:44
beluga hat geschrieben: Do 13. Jan 2022, 21:50 Gerade wird das nächste Update für Firefox-ESR ausgerollt --> 91.5.0
Geht doch...
Debian wird doch nicht plötzlich übereifrig :lol:
Ein paar Monate später ist möglicherweise auch Dir aufgefallen
daß das was bei Firefox bzw. Mozilla passiert einfach nur noch
als "krank" bezeichnet werden kann. Da gibt es alle paar Tage
ein neues Final-Release; was dann anders bzw. besser sein soll
wissen die Entwickler vermutlich selbst nicht.

Das Debian neue Versionen ausgiebig testen muß sollte klar sein.
Aber für welches Release sollte man sich entscheiden?

Im Repo von meiner Linux-Distribution findet sich im übrigen
als letzte Version Firefox 68.0

Da aber auch ich Bock auf aktuellere Versionen dieses
Internet-Browser habe benutze ich gerade Firefox 106.0
auf Ebene des "unprivilegierten Benutzer". Ich könnte aber
auch schon auf 107 Beta3 wechseln.

Wer legt fest daß ich ausschließlich Software aus dem Repo
verwenden darf? Na?

Empfehlen würde ich für Debian im Moment keine neueren
Versionen als 98.0: aber das nur als Rand-Bemerkung.

Um Kritikern meiner Person und Dumm-Quatschern
noch eine rein zu würgen:
Ich benutze ein 32 bit Betriebs-System!
...und kann die aktuellsten Firefox-Versionen benutzen
und damit im Internet surfen.
Der von mir im Moment verwendete Rechner hat
im übrigen 2GB RAM.


MfG Janko Weber
Hallo Janko,
da Du hier auf einen Beitrag aus der Vergangenheit "rumreitest", dessen Autor seit geraumer Zeit die Linux Bibel verlassen hat,
wartest Du auf eine Antwort vermutlich vergeblich.

Aus diesem und einen weiteren Beitrag von Dir ist erneut zu entnehmen, dass Du nicht bereit bist Deinen Schreibstil zu ändern
der lediglich auf Provokation ausgelegt ist. Wirklich sehr schade, dass bei Dir wohl keine Einsicht mehr zu erwarten ist.
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